Du trainierst sowieso jeden zweiten Tag – warum nicht gleich dort arbeiten? Ein Minijob im Fitnessstudio bringt dir Geld, Praxis und oft die kostenlose Mitgliedschaft dazu. Hier liest du, welche Aufgaben es gibt, was du verdienen darfst und wie du einen Platz findest.

Diese Minijobs gibt es im Studio
Ein Studio braucht weit mehr Hände als nur Trainerinnen und Trainer. Die meisten Minijobs laufen abends, am Wochenende oder in den Randzeiten – also genau dann, wenn Schule, Studium oder Hauptjob dich nicht brauchen.
- Empfang und Theke: Mitglieder begrüßen, Getränke und Shakes verkaufen, Termine eintragen, Fragen beantworten. Der häufigste Einstieg, ganz ohne Lizenz.
- Servicekraft auf der Fläche: Geräte abwischen, Hanteln einsortieren, Ordnung halten, ein Auge auf den Betrieb haben.
- Trainingsbetreuung: Einweisungen, Checks, Ansprechpartner sein. Dafür erwarten Studios meist eine Trainerlizenz.
- Kursbetreuung: Räume vorbereiten, Teilnehmer einweisen, Material herrichten – der Schritt vor der eigenen Kursleitung.
- Reinigung und Haustechnik: unauffällig, aber unverzichtbar, oft mit festen frühen oder späten Zeiten.

Das Wichtigste auf einen Blick
Verdienstgrenze 2026: 603 € im Monat, 7.236 € im Jahr. Mindestlohn: 13,90 € pro Stunde, also rund 10 Stunden pro Woche. Voraussetzung: für Empfang und Service keine, für die Trainingsfläche eine Lizenz. Extra: in vielen Studios kostenloses Training.
Wenn du später auf die Trainingsfläche willst, ist der Minijob der ideale Startpunkt: Du lernst den Betrieb kennen, und viele Studios beteiligen sich danach an deiner Lizenz. Welche Stufen es gibt, steht im Beitrag zur Fitnesstrainer C-Lizenz.
Verdienst: 603 Euro und was das in Stunden heißt
Seit dem 1. Januar 2026 liegt die Verdienstgrenze im Minijob bei 603 Euro im Monat, im Jahr sind das 7.236 Euro. Der Grund: Die Grenze hängt am gesetzlichen Mindestlohn, der 2026 auf 13,90 Euro pro Stunde gestiegen ist. Steigt der Mindestlohn, steigt die Grenze automatisch mit.
Wie viele Stunden du arbeiten darfst, hängt also direkt an deinem Stundenlohn:
| Stundenlohn | Stunden pro Monat | Stunden pro Woche |
|---|---|---|
| 13,90 € (Mindestlohn) | ca. 43 | ca. 10 |
| 15,00 € | ca. 40 | ca. 9 |
| 16,50 € | ca. 36 | ca. 8 |
Maßgeblich ist der Durchschnitt über das Jahr, nicht jeder einzelne Monat. Unvorhersehbar überschreiten darfst du die Grenze laut Minijob-Zentrale in bis zu zwei Kalendermonaten pro Jahr, dann bis höchstens 1.206 Euro – etwa, wenn du kurzfristig für eine kranke Kollegin einspringst.
Ein Tipp aus der Praxis: Frag im Gespräch nach Zuschlägen und nach der Mitgliedschaft. Freies Training ist in vielen Studios Teil des Pakets und für dich bares Geld wert.
Deine Rechte als Minijobber
Minijob heißt nicht „Arbeitsverhältnis zweiter Klasse“. Bei Urlaub und Lohnfortzahlung im Krankheitsfall stehst du wie alle anderen Beschäftigten da – das stellt die Minijob-Zentrale ausdrücklich klar.
- Urlaub: Dir steht bezahlter Urlaub zu, anteilig zu deinen Arbeitstagen pro Woche. Bei zwei Tagen pro Woche sind das deutlich mehr als null – auch wenn manches Studio das gern vergisst.
- Lohnfortzahlung: Wirst du krank, zahlt der Arbeitgeber weiter, genau wie in Vollzeit.
- Rentenversicherung: Im Minijob bist du grundsätzlich rentenversichert und sammelst damit Ansprüche. Du kannst dich davon befreien lassen – dann hast du monatlich etwas mehr in der Hand, aber weniger Rente.
- Kranken- und Unfallschutz: Eine Krankenversicherung bekommst du über den Minijob nicht, die läuft weiter über Familie, Studium oder deinen Hauptjob. Im Studio selbst bist du gesetzlich unfallversichert.
- Arbeitsvertrag: Lass dir Stunden, Stundenlohn und Aufgaben schriftlich geben. Das erspart beiden Seiten Diskussionen.
So findest du einen Minijob im Studio
Die gute Nachricht: In fast jeder Stadt suchen Studios Aushilfen, und die Hürden sind niedrig. Wichtiger als Erfahrung ist, dass du zuverlässig bist und freundlich auf Menschen zugehst.
- Zeiten klären: Überleg dir vorher, an welchen Abenden oder Wochenendtagen du wirklich kannst. Genau danach wird gefragt.
- Gezielt suchen: Auf fitnessjobs.de findest du die passenden Anzeigen gebündelt unter Minijobs und Aushilfs- und Nebenjobs.
- Kurz bewerben: Ein knappes Anschreiben reicht: wer du bist, wann du kannst, warum Fitness. Lange Motivationsschreiben erwartet hier niemand.
- Im eigenen Studio fragen: Der kürzeste Weg führt oft über die Theke deines Studios. Frag direkt nach, ob sie Aushilfen suchen.
- Dranbleiben: Wer sich im Minijob bewährt, bekommt später häufig die Teilzeitstelle oder die Trainerposition angeboten.
Häufige Fragen
Wie viel darf ich im Minijob 2026 verdienen?
603 Euro im Monat, im Jahr 7.236 Euro. Die Grenze ist an den Mindestlohn gekoppelt und steigt mit ihm.
Brauche ich eine Lizenz für einen Minijob im Fitnessstudio?
Für Empfang, Theke, Service und Reinigung nicht. Sobald du Mitglieder auf der Fläche betreust oder einweist, erwarten die meisten Studios eine Trainerlizenz. Die Wege dorthin beschreibt der Beitrag zur Fitnesstrainer-Ausbildung.
Zahle ich Steuern auf den Minijob?
In der Regel übernimmt der Arbeitgeber die Abgaben pauschal, bei dir kommt der Verdienst brutto wie netto an. Abweichungen sind möglich, etwa bei mehreren Jobs – frag im Zweifel bei der Minijob-Zentrale nach.
Bekomme ich als Aushilfe kostenloses Training?
Viele Studios bieten das an, verpflichtet ist aber keines dazu. Sprich es im Bewerbungsgespräch an, es ist ein üblicher Bestandteil.
Fazit: Der einfachste Einstieg in die Fitnessbranche
Ein Minijob im Studio bringt dir bis zu 603 Euro im Monat, Einblick in den Betrieb und häufig das Training obendrauf. Für Empfang und Service brauchst du keine Vorkenntnisse, für die Fläche eine Lizenz.
Wenn du jetzt anfangen willst: Die aktuellen Anzeigen aus deiner Region sind nur einen Klick entfernt.
